Hitler, Sex und Schweinefleisch

19. August 2007 um 13:14 Uhr

Raus aus Mumbai! Der Regen ist schuld. Unablässig öffnet der Himmel seine Pforten, Wasser ergießt sich über der Stadt. Der Regenschirm wird nutzlos. Wind überspannt sein zerbrechliches Gerüst. Raus!

Die Tour nach Delhi war aber nicht nur eine Flucht vor dem Monsun. Vielmehr packte mich nach einem Monat in Indien die Reiselust. In diesem riesigen Land gibt es so viel zu sehen, zu entdecken. Nun war es Zeit für einen Anfang. Die harte Bank in der Universität tauschte ich gegen gut gepolsterte Plätze im Nizamuddin-Express. Der Schnellzug sollte mich in nicht weniger als 17 Stunden in die indische Hauptstadt befördern. 17 Stunden, in denen ich weitere Einblicke in dieses unfassbar große Land bekommen würde. Aber auch neue Gesprächspartner.

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Pegelstandsmeldung II

6. August 2007 um 17:24 Uhr

Kleiner Nachtrag. In Mumbai gab es in der Tat Überschwemmungen. Auch in dem Ausmaß, wie in die Tagesschau und andere Nachrichtensender porträtiert haben. Die betroffenen Gebiete sind vom Universitätsgelände nicht allzu weit entfernt.

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Pegelstandsmeldung

4. August 2007 um 10:22 Uhr

Um mal allen „Horrormeldungen“ über Flut und Überschwemmung in Indien zuvorzukommen, möchte ich kurz meine Sicht der Dinge zum Besten geben. Die Tagessschau (insbesondere ihre Internetpräsenz) titelte „Die schwerste Flut seit Menschengedenken“. Betroffen sind vor allem die nördlichen Gebiete rund um Bangladesh und Nepal. So ist die Lage in den Bundesstaaten Assam, Bihar und Uttar Pradesh dem Bericht nach verheerend, tausende Menschen bangen um Leben, Hab und Gut. Auch in Mumbai kam es nach heftigen Regenfällen zu Überschwemmungen, das Verkehrsnetz kollabierte.

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Durch den Monsun

31. Juli 2007 um 06:04 Uhr

Regen! Endlich, war ich schon fast gewillt zu sagen. Denn meine „Monsunerlebnisse“ beschränkten sich bisher lediglich auf dreiminütige Regenschauer, konstant hohe Temperaturen und viel Sonnenschein. Ich möchte nicht behaupten, dass ich enttäuscht wäre. Im Gegenteil, ich genieße die Wärme und die Sonnenstrahlen. Aber nach den vielen Erfahrungsberichten über tagelange Regengüsse und überflutete Straßen in der Monsunzeit hatte ich mir die ersten Monate doch ein wenig anders vorgestellt.

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Bürokratie mal anders

22. Juli 2007 um 15:42 Uhr

Im fernen Deutschland hatte ich mit Bürokratie und Behördengängen bislang nicht allzu viel am Hut. Den Pass beantragen, ein Termin bei der Bank wahrnehmen oder auch den Bafög-Antrag stellen. Alles kein Problem. Warten ist man gewöhnt, aber auch den reibungslosen Ablauf. Dank der Digitalisierung ist die schnelle und unkomplizierte Speicherung von Daten möglich, sowie der Zugriff darauf.

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Der lange Weg zum Geld

18. Juli 2007 um 15:32 Uhr

Hart und beschwerlich kann er sein, aber auch faszinierend und erlebnisreich. Endlich eigenes Geld haben, das war mein Anliegen. Bis jetzt ließ ich mich großzügig von meinen Mitbewohnern aushalten. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Geldautomaten. Adressen von Filialen der Citibank besaß ich bereits. Demnach ist der nächste Standort drei Stadtviertel entfernt. Mit der Rikscha wären es vielleicht 20-30 Minuten Fahrt. Zu Fuß fiel ohnehin aus. Zuviel Verkehr, zu viele Menschen und viel zu weit weg. Ich entschied mich für den Bus. Mein Ziel war die Santa Cruz Station, mein „Heimatbahnhof“. Von dort aus fahren die Züge in Nord-Süd-Richtung, garantieren so den täglichen Menschenstrom durch die Stadt.

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Hinein ins Abenteuer

13. Juli 2007 um 09:20 Uhr

Endlich da! Gegen 22:40 Uhr (Ortszeit) betrat ich zum ersten Mal indischen Boden. Hinter mir lagen acht lange Stunden Flug. Sofort musste ich die gut klimatisierte Flugkabine mit erdrückenden Schwüle tauschen. Die Luftfeuchtigkeit schien bei 150% zu liegen und trieb mir schon auf den ersten Schritte Schweißperlen auf die Stirn. Dabei war es für indische Verhältnisse relativ kühl. 26° meldete der Flugkapitän.

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Von Köchen und anderen Entdeckern

um 09:06 Uhr

Hallo und Herzlich Willkommen allen freudig gespannten Besuchern des martINDIAry. Diejenigen, die sich am Wortspiel meines Blog-Titels stoßen sei gesagt: Ich bin es, der Martin, der nun so etwas wie ein Tagebuch über seinen Aufenthalt in Indien führen möchte. Bitte nehmt den Begriff „Tagebuch“ nicht zu wörtlich. Tägliche Einträge werden wohl eher eine Seltenheit bleiben. Um euch Stadt, Land und Leute trotzdem ein wenig schmackhaft zu machen, werde ich zukünftig und in gewohnter (Un)regelmäßigkeit pikante Häppchen aus der brodelnden Kulturenküche Mumbai servieren.

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